Pfundig, München
Ein Besuch im Pfundig in München führt in ein Wirtshaus, das sich bewusst zwischen Tradition und moderner Gemütlichkeit positioniert. Der Kaiserschmarrn passt perfekt in dieses Konzept: bodenständig, klar erkennbar bayerisch – aber mit ein paar verspielten Details, die man nicht überall findet.
Kaiserschmarrn
Der Schmarrn selbst kommt stark karamellisiert daher, was man schon auf den ersten Blick erkennt: dunklere, knusprige Stellen und eine kräftige Bräunung, die sich geschmacklich auch bestätigt. Die Stücke sind eher flach und zahlreich, was ihm etwas vom typischen Fluff nimmt, dafür aber ordentlich Knusprigkeit liefert. Die karamellisierten Mandeln fügen sich gut ein und sorgen für zusätzliche Textur. Insgesamt ein aromatischer, intensiver Schmarrn, der klar in die röstaromatische Richtung geht.
Beilagen
Serviert wird er mit Blaubeeren und einigen Granatapfelkernen, was Frische und leichte Säure bringt. Das Apfelmus wirkt sauber und frisch, ist jedoch ohne Stücke und daher eher auf der fein pürierten Seite. Geschmacklich passt es, bleibt aber etwas zurückhaltend im Vergleich zu kräftigen Röstaromen des Schmarrns.
Preis & Portion
Die Portion ist okay, ausreichend als Dessert, aber nicht übermäßig groß. Mit 14,50 € liegt das Pfundig preislich etwas höher, aber für München inzwischen durchaus im üblichen Rahmen.
Fazit
Ein Kaiserschmarrn, der vor allem durch seine kräftige Karamellisierung und die knusprige Textur überzeugt. Der Fluff könnte etwas ausgeprägter sein, doch insgesamt bekommt man hier ein gelungenes, modern interpretiertes Exemplar, das besonders Fans von intensiven Röstaromen gefallen dürfte.
Geschmack: 4/5
Portionsgröße: 3/5
Beilagen: 3,5/5
Preis: 3/5
Gesamt: 13,5/20